Geschäftsbericht
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Daniel und Silvia Rost mit Hündin Sina

Plötzlich für zwei Leben verantwortlich

Michelle Russi
photographer

Ihr Partner ist von einem Moment auf den nächsten gelähmt und kann nicht mehr sprechen. Für Silvia Rost eine grosse Belastung: Seit Monaten koordiniert und organisiert sie nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihres Mannes Daniel. Eine Begegnung.

Ihm ist schlecht. Der Zug nähert sich Luzern, bald sind sie zu Hause. Eine Magenverstimmung, vermutet seine Frau. Womöglich hat er in Bergamo etwas Falsches gegessen. Schade, dass das Osterwochenende mit Freunden in Italien so endet. In Sursee angekommen, schlägt sie einen Spaziergang mit dem Hund vor. Ein wenig frische Luft. Vielleicht hilft’s. «Ich lege mich lieber hin», sagt er. Als sie zurückkommt, hört sie ihn erbrechen. Was hat er bloss gegessen, das ihm so nicht bekommt? Sie legt ihm Tabletten gegen Übelkeit hin.

Etwas ist seltsam. Sie macht das Licht an. Er sitzt im Bett, in der linken Hand die Tablettenschachtel, der rechte Arm regungslos. «Dani, was ist los?» Er will etwas sagen. Sie springt auf, packt ihn an den Schultern, schüttelt ihn: «Du sagst mir jetzt sofort, was los ist.» Er antwortet nicht. Er kann nicht mehr sprechen.

Daniel Rost ist 55 Jahre alt, als er am 3. April 2018 einen schweren Schlaganfall mit zusätzlicher lebensbedrohender Hirnschwellung erleidet. Er ist alles andere als ein typischer Hirnschlagpatient, lebt gesund, raucht und trinkt nicht, liebt seine Familie, seinen Beruf und macht viel Sport.

Lernen, zu schlucken
Es ist nicht das erste Mal, dass Silvia Rost die Geschichte erzählt. Sie atmet tief durch. Es fällt ihr schwer. Neun Monate sind vergangen seit jener Nacht, in der sich das Leben ihres Ehemannes und ihr eigenes komplett verändert haben. Wir sitzen in der Cafeteria des Neurozentrums am Luzerner Kantonsspital. Es ist ein Dienstagmorgen, das neue Jahr noch jung. Silvia Rost hat ihren Mann Daniel eben in die Therapie gebracht. Seit September 2018 geht dieser mehrmals pro Woche in die Physio-, Ergo- und Sprachtherapie im Neurozentrum (Informationen auf Seite 2). Davor war er knapp sechs Monate in der stationären Neurorehabilitation in Behandlung.

Lesen Sie die ganze Geschichte auf https://report2018.css.ch/Patientenbegleitung/