Geschäftsbericht
CSS

Health Lab

Digitale Therapien für chronisch Kranke

Rund acht Prozent aller Schweizer Kinder und Jugendlichen leiden unter Asthma. Das Leben dieser jungen Menschen und ihrer Eltern verbessern – das ist das Ziel der CSS. Im CSS Health Lab werden innovative, digitale Therapieformen für chronische Krankheiten wie Asthma entwickelt.

Früher, da sind Nik (18) und Tim (13) mit ihrer Mutter am liebsten in die Eishalle zum Schlittschuhlaufen gegangen. Doch irgendwann ging dies nicht mehr. «Die Luft in der Halle war für uns zu trocken. Die Jungen mussten husten, und es ging ihnen sichtbar schlechter», erinnert sich Mutter Priska Irniger. Familie Irniger musste über die Jahre lernen, was zu tun ist, wenn plötzlich die Luft knapp wird: Zuerst erkrankte Sohn Nik, dann Tim an Asthma. Auch ihre kleine Schwester Pia (9) ist momentan in der Abklärung der Diagnose Asthma: Ihr fehlt in letzter Zeit immer öfter der lange Atem im Flötenunterricht.

Fokus auf Innovation
Einer, der den langen Atem im übertragenen Sinn hat, ist Dr. Tobias Kowatsch, wissenschaftlicher Leiter des CSS Health Lab. Der Medien- und Wirtschaftsinformatiker forscht mit einem Team aus Ärzten, Psychologen und Informatikern neben anderen Projekten daran, dass es Familien wie die Irnigers zukünftig trotz chronischer Krankheiten besser haben: «Wir möchten mit unseren Innovationen die Lebensqualität der kleinen Patienten und ihrer Familien erhöhen.» Konkret bedeutet dies, dass das CSS Health Lab Smartphone-Apps entwickelt, die Patienten individuell in ihrem Alltag helfen, besser mit ihren Krankheiten klarzukommen. Hinter allem steht für die CSS die Frage: Wie können digitale Ansätze helfen, bei chronisch Kranken eine Verhaltensänderung im Sinne des Therapieziels zu unterstützen und dabei gleichzeitig die Qualität zu verbessern und die Kosteneffizienz zu erhöhen?

Health Lab
Ein eingespieltes Team: Mutter Prisma Irniger kontrolliert, dass Tim die App nutzt und regelmässig inhaliert.

Mehr Zeit dank digitaler Therapie
Die Smartphone-Apps sollen die Patienten befähigen, ihre Gesundheitskompetenz zu verbessern. Dies beinhaltet das richtige und regelmässige Einnehmen der Medikamente genauso wie das Erkennen kritischer Situationen im Krankheitsverlauf. «Wir wollen mit den Apps auch Leistungserbringern mehr Zeit verschaffen, effizientere Sprechstunden durch hochaufgelöste Daten aus dem Alltag der Patienten durchzuführen», erklärt Tobias Kowatsch. Eine App kann Leistungserbringern dabei helfen, die Versorgungsqualität zu erhöhen. Dank einer solchen Anwendung könnten zudem bestimmte Patientengruppen, die im Alltag klarkommen, auf manchen Arztbesuch verzichten. Von den Apps erhoffen sich die Wissenschaftler auch, dass die Patienten weniger Zeit in den Sprechstunden verbringen müssen. «Niemand soll zukünftig in eine Sprechstunde müssen, um zu hören, dass alles gut ist. So verfügen die Ärzte über mehr Zeit für die Patientengruppen, die alleine Schwierigkeiten mit ihrer Krankheit im Alltag haben», so Kowatsch.






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